4. Dezember 2013
Unbezahlte oder billige Arbeitskräfte - das sind Praktikanten für viele Unternehmen.
Das will die EU-Kommission nicht akzeptieren und hat angekündigt, einzuschreiten. Sie hat dazu eine Reihe von Leitlinien vorgeschlagen. EU-Arbeitskommissar Laszlo Andor sagte, Praktika seien für Arbeitgeber viel zu häufig eine Quelle für günstige oder sogar kostenlose Arbeit. Die Mitgliedsstaaten müssten sicherstellen, dass den Praktikanten wertvolle Kenntnisse und Erfahrungen vermittelt werden, und zwar unter guten Arbeitsbedingungen. Eine Eurobarometer-Umfrage hat vor kurzem gezeigt, dass eins von drei Praktika nur mangelhafte Arbeitsbedingungen und Lerninhalte bietet.
In den Leitlinien steht zum Beispiel, dass es schriftliche Praktikumsvereinbarungen gibt, in denen steht, wie die Lernziele aussehen und wer Betreuer ist. Außerdem sollen darin Arbeitszeiten und Bezahlung festgelegt werden. Die Leitlinien der EU-Kommission sind aber nur eine Empfehlung an die Mitgliedsstaaten und nicht bindend.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)