4. Dezember 2013

Syrien: Damaskus sattelt um aufs Rad

Der Bürgerkrieg in Syrien macht auch ganz alltägliche Dinge schwer.

Wer mit dem Auto oder Bus irgendwo hin muss, steht in Damaskus lange im Stau, denn überall gibt es Militärkontrollen. Und die halten den Verkehr ganz schön auf. Die Nachrichtenagentur AFP berichtet, dass vor allem junge Leute deswegen aufs Fahrrad umsteigen. Im Interview mit der Agentur erzählen sie, dass sie so Zeit auf dem Weg zur Uni oder auch Sprit sparen können, denn der ist im Bürgerkriegsland knapp. Verkäufer berichten, dass sie im Gegensatz zu anderen Händlern in Damaskus gute Umsätze machen.

Auch religiöse Führer wie der Scheich einer Moschee in Damaskus werben fürs Radfahren. In einer Fahrrad-Facebook-Gruppe fordern Mitglieder, dass auch Frauen radeln sollten - wer sich korrekt kleide, brauche auch keine Schikanen von Konservativen zu fürchten.

Ein Fahrrad kostet in Damaskus umgerechnet 20 Euro. Hergestellt werden die meisten in China.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)