5. Dezember 2013

Der Mensch steht nicht an der Spitze der Nahrungskette

In der Nahrungskette rangiert der Mensch etwa auf dem Niveau einer Anchovis.

So sehen es französische Ökologen und beziehen sich dabei auf die so genannte trophische Skala. Auf der kann man verschiedene Tier- und Pflanzenarten anhand ihres Speiseplans verorten. Lebewesen, die ihre eigene Nahrung produzieren, bekommen da zum Beispiel eine 1, Pflanzenfresser eine 2, fleischliebende Jäger wie Schwertwale eine 5,5.

Anhand von Bevölkerungsdaten zu möglichst vielen Ländern der Welt haben die Forscher zum ersten Mal das Trophieniveau für den Menschen berechnet. Heraus kam: Der globale Schnitt liegt bei etwa 2,2 - vergleichbar mit dem Niveau von Schweinen und Anchovis (also Sardellen). Das bedeutet, wir essen mehr pflanzliche als tierische Nahrungsmittel - noch. Die Wissenschaftler sagen nämlich auch voraus, dass wir zu stärkeren Fleischfressern werden. In aufsteigenden Ländern wie China und Indien sei die Entwicklung bisher besonders deutlich.

Die Wissenschaftler veröffentlichten ihre Ergebnisse im Fachmagazin "PNAS"

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)