5. Dezember 2013

Rückspiegel: Am 5.12.1854 wird die erste Litfaß-Säule genehmigt

Beim Blick zurück in die Geschichte schauen wir heute auf die Litfaß-Säule. Die wurde vor genau 159 Jahren zum ersten Mal in Deutschland genehmigt.

Schon in der Antike wurden Bekanntmachungen an Tafeln geschlagen, damit sie jeder lesen konnte. Im 19. Jahrhundert klebten überall Zettel: an Hauswänden, Toren und Bäumen. Um das Papier-Chaos einzudämmen, organisierten Städte in Frankreich und England Säulen, die sie vermieteten. Diese Idee gefiel auch dem Berliner Drucker Ernst Litfaß und er beantragte eine Erlaubnis für die Säulen. Die bekam er schließlich am 5. Dezember 1854. Von Anfang an klebte auf den Litfaß-Säulen vor allem Reklame. Damit sie noch mehr Aufsamkeit bekamen, wurden viele zusätzlich mit Uhren oder Wetterinformationen ausgestattet.

Heute sind Litfaß-Säulen üblicherweise aus Beton oder Metall, früher waren sie aus Holz oder gemauert. Gleich geblieben ist die Größe: Die Höhe liegt meist zwischen 2,20 und 3,60, der Umfang bei etwa dreieinhalb Metern. Mittlerweile sind viele Säulen auch von innen beleuchtet.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)