6. Dezember 2013
Da sucht man im Internet nach einem Einfamilienhäuschen und bekommt eine Kirche angeboten.
So könnte es Franzosen gehen, die sich auf der [Anzeigenseite "Le Bon Coin"|http://www.ledauphine.com/france-monde/2013/12/05/le-diocese-de-bordeau-vend-deux-eglises-sur-leboncoin-fr http://www.gentside.com/le-bon-coin/] umschauen. Die katholische Erzdiözese Bordeaux hat dort zwei Kirchen zum Verkauf angeboten. Wie französische Medien berichten, ist ein Kauf bereits quasi unter Dach und Fach. Der Interessent ist ein Immobilienmakler, der aus der Kapelle eine Wohnhaus mit 16 Einheiten machen will.
Zu den Gründen sagte der Generalvikar von Bordeaux, Jean Rouet, der Zeitung "La Croix", die Kirche habe kein Geld mehr, werde nicht mehr besucht und habe auch keinen kunsthistorischen Wert.
Die Diözese erhofft sich durch den Verkauf Einnahmen von insgesamt mehr als eine Million Euro. Damit ließen sich wertvollere Gotteshäuser erhalten und andere kirchliche Initiativen finanzieren.
In Frankreich sind Kirche und Staat seit 1905 streng getrennt. Deshalb gibt es auch keine Kirchensteuer. Haupteinnahmequelle für die Gemeinden sind Spenden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)