6. Dezember 2013
Bisher dachte man: Östrogene werden in den Eierstöcken produziert und zu einem geringen Anteil auch in der Nebennierenrinde.
US-Forscher haben jetzt bei Affen herausgefunden, dass die wichtigsten weiblichen Sexualhormone auch im Gehirn hergestellt werden können - und zwar auch in großen Mengen. Verantwortlich dafür ist der Hypothalamus. Es ist schon lange bekannt, dass dieser Teil des Zwischenhirns den Menstruationszyklus mitsteuert.
Die Forscher waren nach eigenen Angaben von ihrer Entdeckung überrascht. Sie stelle die bisherige Lehre, darüber wie Fortpflanzung funktioniert, in ein neues Licht.
Die Wissenschaftler glauben, dass sich ihre Erkenntnisse auf den Menschen übertragen lassen. Sie hoffen jetzt auf neue Therapieansätze für Krankheiten, die mit Östrogenen zusammenhängen. Dazu gehört zum Beispiel Alzheimer, Schlaganfälle, Depressionen oder auch Störungen in Folge einer Eierstock-Entnahme.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)