6. Dezember 2013

Lehmige Erdplatten verantwortlich für die Stärke des Tsunami-Bebens 2011

In Japan spricht man von der "Großen Erdbebenkatastrophe Ost-Japans", die 2011 einen Tsunami auslöste, das Atomkraftwerk Fukushima zerstörte und fast 15.000 Menschen das Leben kostete.

Ein internationales Forscherteam hat jetzt herausgefunden, warum das Tohoku-Erdbeben mit einer Stärke von 9,0 so heftig war. Im Fachmagazin Science berichten sie von ihren Unterwasser-Bohrungen im Erdbebengebiet gut 100 Kilometer vor der Ostküste Japans. Dabei stießen sie in 6.500 Metern Tiefe auf eine vergleichsweise dünne Lehmschicht, die wie ein Schmiermittel zwischen den tektonischen Platten funktioniert haben muss.

Der glitschige Lehm machte es möglich, dass sich der Meeresboden ruckartig um bis zu 50 Meter verschieben konnte, als der Druck zwischen den Erdplatten zu groß wurde. Die enorme Wasserverdrängung löste dann den Tsunami aus. Die Forscher glauben, dass er kleiner ausgefallen wäre, wenn die Erdplatten in der Region nicht so gut geölt gewesen wären.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)