9. Dezember 2013

Feinstaub laut neuer Studie auch unter EU-Grenzwert gesundheitsschädlich

Feinstaub ist offenbar auch unterhalb der in der Europäischen Union geltenden Grenzwerte gesundheitsschädlich.

Zu diesem Ergebnis kommen Autoren einer Studie, die in der Fachzeitschrift "The Lancet" veröffentlicht wurde. Die Untersuchung fasst die Ergebnisse von 22 Einzelstudien zusammen. Dafür wurden Daten von 367.000 Menschen in 13 westeuropäischen Ländern ausgewertet. Das Fazit der Forscher: Besonders bedenklich seien die Kleinstpartikel von weniger als 2,5 Mikrometern, die tief in die Lungen und in den Blutkreislauf eindringen könnten.

In der EU gilt für diese Partikel seit 2008 ein Grenzwert. Er liegt bei bei 25 Mikrogramm pro Kubikmeter. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt einen Grenzwert von zehn Mikrogramm.

Der Studie zufolge nahm die Sterbewahrscheinlichkeit bei einer Erhöhung der Feinstaubbelastung um fünf Mikrogramm pro Kubikmeter um sieben Prozent zu. Zu den Gesundheitsgefahren, die durch Feinstaub mitverursacht sein können, zählen Krebs, Asthma, Allergien und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)