9. Dezember 2013

Neue Studie zur unerklärlichen Vielfalt des Alterns

Kaum etwas erklärt die Biologie so schlecht wie das Altern.

Das ist das Fazit einer Studie, die im Fachmagazin "Nature" erschienen ist. Forscher des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung haben einen Katalog erstellt - mit demografischen Daten von Menschen, Tieren und Pflanzen. Und diese Daten zeigten so vielfältige Alterungsverläufen, dass vieles mit den gängigen Theorien der Evolution nicht zu erklären sei. Ein Beispiel ist den Wissenschaftlern zufolge die große Bandbreite der Lebensspannen - von wenigen Tagen wie die der Fruchtfliege und mehreren Jahrhunderten, so lange lebt der Süßwasserpolyp. Und noch etwas macht die Forscher stutzig: Gängige Theorien gehen davon aus, dass die Wahrscheinlichkeit zu sterben mit dem Alter zunimmt - so ist es zum Beispiel bei uns Menschen. Die Forscher katalogisierten jetzt aber Arten, bei denen das nicht der Fall ist. Ein Beispiel ist die Kalifornische Gropherschildkröte, deren Wahrscheinlichkeit zu sterben mit dem Alter sinkt.

Um zu verstehen, warum die Evolution das Altern überhaupt geschaffen hat, müsste man aus Sicht der Forscher umfangreiche Daten über alle Arten sammeln.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)