9. Dezember 2013

Weniger Arktis-Eis kann laut Forschern auch Hitze-Sommer verursachen

Wenn am Nordpol das Eis schmilzt, werden in Russland extreme Hitze-Sommer wahrscheinlicher.

Verkürzt lässt sich so zusammenfassen, was Forscher im Fachmagazin "Nature Climate Change" schreiben. Denn durch das Verschwinden des Schnees werde die Luftzirkulation in der Atmosphäre verändert - und das könne extreme Wetterereignisse in Europa, Asien und Nordamerika verursachen oder verstärken. Auch die Winde lassen den Wissenschaftlern zufolge im Norden deutlich nach und der Jetstream, ein Starkwindband, verlagert sich Richtung Pol. Das mache Wetterlagen allgemein stabiler - auch Extrem-Wetterlagen wie wochenlange Hitze-Sommer. Aber auch starke Regenfälle lassen sich so laut den Forschern erklären. Für ihre Untersuchungen hatten sie Satelliten-Bilder und atmosphärische Daten ausgewertet.

Die Zusammenhänge zwischen Klimawandel und Extrem-Wetterlagen sind allerdings komplex und auch unter Wissenschaftlern umstritten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)