9. Dezember 2013
Ist das Kunst, oder kann das weg?
Diese Frage dürften Putzfrauen wohl auch bald in den Lehrräumen für Physik am Imperial College in London stellen. Denn zwei Forscher dort versuchen mittels eines 3D-Druckers komplexe physikalische Vorgänge zu veranschaulichen. In einem Fachjournal schreiben sie, dass sie die Ausbreitung eines Waldbrandes so visualisiert haben. In der 3D-Darstellung ist das Ergebnis ein schwarzer, unförmiger Klotz, der recht abstrakt aussieht.
Die Idee dahinter: Viele physikalische Prozesse lassen sich als zweidimensionale Gitter darstellen. Und wenn sich die Prozesse verändern, verändern sich wieder die Gitterdarstellungen. Die Londoner Forscher drucken mit dem 3D-Drucker dann den Prozessablauf übereinander - und so wird der abstrakte Klotz zu einem 3D-Modell, dass zeigt, wie sich ein mathematisches Modell im Laufe der Zeit entwickelt. Ihr Prinzip nennen die Forscher "Sculplexity" - sie wollen es nutzen, um ihre eigene Forschung zu visualisieren.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)