9. Dezember 2013

Wissenschaft: Viel getwittert heißt noch nicht "viel zitiert"

Bei Twitter laufen alle denkbaren Themen über den Ticker - und selbstverständlich auch wissenschaftliche Artikel.

Ein internationales Forscherteam hat die Twitter-Resonanz von 1,4 Millionen wissenschaftlichen Artikeln untersucht. Dabei verglichen sie das Verhältnis von Erwähnungen in einzelnen Twitter-Nachrichten damit, wie häufig die Artikel in Publikationen zitiert wurden. Ergebnis: Viele Tweets heißt noch lange nicht, dass ein Artikel auch häufig wissenschaftlich zitiert wurde. Der meist-getwitterte Artikel drehte sich um ein Gen, das sich durch Strahlung veränderte. Knapp tausend Mal wurde er getwittert, aber nur neun Mal in Publikationen zitiert. Die Studienautoren sagen: Twitter gibt zwar keine Auskunft über den wissenschaftlichen Wert eines Artikels, aber es zeigt, dass Wissenschaft gesellschaftlich relevant ist.

Ob ein Artikel in der Wissenschaftswelt großen Einfluss hat, wird normalerweise daran gemessen, wie häufig er in anderen wissenschaftlichen Publikation erwähnt wird.

Die Studie wurde im Journal of the Association for Information Science and Technology veröffentlicht.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)