9. Dezember 2013

Metastudie zu Kosten von Junk-Food und gesundem Essen

Was ist teurer: Junk-Food oder gesundes Essen?

Ein internationales Forscherteam hat nachgerechnet: Günstiger sind demnach tatsächlich Tiefkühlpizza und Co. Wie die Wissenschaftler in einem Fachmagazin schreiben, werteten sie insgesamt 27 Studien dazu aus. Als gesund stuften sie Mahlzeiten ein, mit einem hohen Anteil an Früchten, Gemüse, Nüssen und Fisch. Als ungesund galten unter anderem Produkte aus Weißmehl und Lebensmittel, die industriell verarbeitet worden waren. Das Ergebnis: Die gesündesten Mahlzeiten sind pro Person im Schnitt um rund einen Euro teurer als die ungesündesten Gerichte.

Die Forscher sehen als Ursache für den Preisunterschied vor allem die Infrastruktur. Beim Junkfood sei ein komplexes Netzwerk aus Kapazitäten in Anbau, Transport, Herstellung und Marketing entstanden. Das begünstige den Verkauf zu maximalen Margen für die Industrie. Deshalb sei es notwendig, eine ähnliche effektive Infrastruktur für gesunde Lebensmittel aufzubauen.

Einer der Autoren sagte, für einige Familien wären die Mehrkosten eine echte Belastung. Andererseits sei dieser Preisunterschied sehr gering im Vergleich zu den wirtschaftlichen Kosten ernährungsbedingter chronischer Erkrankungen. Sie würden sich durch eine gesündere Ernährung drastisch verringern.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)