9. Dezember 2013

Käfer nutzen Gift aus Blättern zur Abwehr gegen Feinde

Etwas Giftiges zu essen, ist nicht per se schlecht.

Blattkäferlarven jedenfalls nutzen Gift aus der Blattnahrung, um sich damit gegen Insektenangriffe zu schützen. Forscher des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie in Jena haben herausgefunden, wie sie das machen. Sie nehmen giftiges Salicin mit den Blättern von Pappeln oder Weiden zu sich. Im Gewebe der Käfer wird es in den Abwehrstoff Salicylaldehyd umgewandelt.

Der Prozess geht schnell - die Käfer brauchen dafür nur zwei enzymatische Schritte. Zur Hilfe kommt ihnen ein bestimmtes Gen. Das fängt das giftige Salicin ab, wandelt es in den Abwehrstoff um und legt diesen in Drüsenzellen der Käfer ab. Bei einem Insektenangriff können die Käfer ihn dann gezielt gegen ihre Feinde einsetzen.

Details zu den Forschungsergebnissen gibt es hier.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)