10. Dezember 2013
Außerirdisches Leben -
wenn Wissenschaftler danach suchen, geht es meist darum, ob ein Planet die richtige Entfernung von seinem Heimatstern hat. Denn: Ist er zu nah, wird es zu heiß, ist er zu weit weg, wird es zu kalt für Leben wie wir es kennen.
Der Harvard-Forscher Abraham Loeb vermutet allerdings: Das ganze All, das heute eisig kalt ist, könnte zu früheren Zeiten eine einzige große "bewohnbare Zone" gewesen sein. Wie der "New Scientist" schreibt, war das Universum nach dem Urknall mit heißem Plasma gefüllt, das nach und nach abkühlte - und heute noch als Hintergrundstrahlung messbar ist. Loeb berechnete nun, dass rund 15 Millionen Jahre nach dem Urknall genau die richtige Temperatur im All geherrscht haben muss, damit Leben entstehen kann. Allerdings: Diese Blütezeit dauerte nur ein paar Millionen Jahre. Viel zu kurz, als dass höher entwickelte Organismen hätten entstehen können. Fazit: Wenn das All mal gemütlich war, dann nur für Mikroben.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)