10. Dezember 2013
In der Rubrik "Glasklar" schauen wir heute auf den Begriff "Querulantenwahn".
Tatsächlich ist das eine Krankheit, die von der Weltgesundheitsorganisation anerkannt und klassifiziert ist - auf Lateinisch: "Paranoia querulans".
Es handelt sich um eine Sonderform des Wahns, bei der Patienten die Überzeugung haben, dass ihnen ständig Unrecht geschieht. Sie glauben auch, dass sich Menschen in ihrem direkten Umfeld, aber auch Richter, Anwälte und Polizei gegen sie verschworen haben. Kennzeichnend für den Wahn ist, dass sich die Betroffenen auch von objektiven Gegenbeweisen nicht von ihren Ideen abbringen lassen. Die Krankheit kann sich in einer Flut von Strafanträgen gegen alle möglichen Personen äußern. Landläufig spricht man in diesen Fällen auch von Prozess-Sucht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)