10. Dezember 2013

Kulturminister will Geld für Aids-Programme streichen

Der Kulturminister von Rumänien darf sich vermutlich auf einen Shitstorm gefasst machen.

Daniel Barbu hat sich darüber beschwert, dass so viel Geld für HIV-infizierte Menschen ausgegeben wird. Die Aids-Hilfe bekomme ungefähr halb soviel Unterstützung wie die gesamte Kultur im Land, dabei seien gar nicht so viele Menschen von HIV betroffen. Barbu sagte, es sei erschütternd, wenn man daran denke, viele Shakespeare-Festivals man mit dem Geld finanzieren könne.

Eine Vereinigung von HIV-Infizierten hat den Minister jetzt wegen Diskriminierung angezeigt. In Rumänien gibt es etwa 12.000 HIV-Infizierte, viele haben sich in den 90er Jahren durch Bluttransfusionen und Impfkampagnen angesteckt. Das Thema Aids ist in Rumänien ein Tabu-Thema.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)