10. Dezember 2013
Für die Gesundheitsbehörden ist es kein medizinisches Experiment - obwohl es auf den ersten Blick vielleicht so scheint.
An der Universität Princeton in den USA werden in dieser Woche fast 6.000 Studenten geimpft, und zwar mit einem Impfstoff, der in den USA noch nicht zugelassen ist. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden ist er der einzige Impfstoff weltweit, den es gegen den Typ B der Hirnhautentzündung gibt. Diese Form der Meningitis bricht normalerweise eher in Europa aus. In diesem Jahr gab es weltweit nur acht Fälle - und die alle an der Universität Princeton im US-Bundesstaat New Jersey.
Der Impfstoff gegen Typ B der Hirnhautentzündung wurde in der Schweiz entwickelt. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden wurde er mehr als 8.000 Menschen erfolgreich gespritzt. Die Universität erhofft sich durch die Impfungen, eine Ausbreitung zu verhindern. Wer an Menengitis B erkrankt, kann geistige Behinderungen davontragen. Typische Folgen sind auch Gehörverlust und Lähmungen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)