10. Dezember 2013
Wer auf die Kanaren fährt, der träumt von traumhaften Stränden, Windsurfen oder langen Wanderungen.
Umweltschützer sehen die Urlaubsidylle aber in Gefahr. Denn ein spanisches Unternehmen will vor Fuerteventura und Lanzarote nach Erdöl suchen. Der Konzern wittert unter dem Meeresboden 900 Millionen Barrel Öl, andere Schätzungen gehen von bis zu 2,3 Milliarden Barrel aus. Gegner der Bohrungen fürchten sich vor einem Öl-Unfall. Er könnte die einzigartige Natur auf den Inseln zerstören. Auf den Kanaren gibt es mehr als 19.000 Tier- und Pflanzenarten, 5.000 davon sind laut Umweltschützern weltweit einzigartig.
Ob das Unternehmen Öl-Bohrungen durchführen darf, ist noch nicht klar. Der spanische Industrieminister José Manuel Soria, der selbst von Gran Canaria kommt, befürwortet das Projekt. Es könnte die Wirtschaft ankurbeln. Gegner haben bereits mehr als 36.000 Unterschriften gesammelt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)