10. Dezember 2013
Die renommierten Fachzeitschriften tyrannisieren die Forschung.
Das sagte der Medizin-Nobelpreisträger Randy Schekman dem britischen "Telegraph". Der Biologe boykottiert die Fachzeitschriften "Nature", "Cell" und "Science", weil sie einen übertriebenen, künstlichen Druck auf junge Forscher ausübten. Schekman meint, dass die Macht der drei bekanntesten Journals den Forschungsprozess verzerrt, weil dort alle publizieren wollten.
Der Nobelpreisträger wirft den Fachzeitschriften vor, dass sie junge Wissenschaftler dazu bringen würden, zu Themen zu forschen, die gerade im Trend lägen - und dass dabei die Grundlagenforschung auf der Strecke bliebe. Deshalb würden die anderen tausenden Journals zu wenig beachtet. Das liege auch daran, dass die bekannten Journals den Forschern bis zu 20.000 Euro für einen Artikel zahlten.
Randy Schekmann und die anderen diesjährigen Nobelpreisträger werden heute in Stockholm ausgezeichnet.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)