10. Dezember 2013
Selbst wenn alles perfekt läuft, sind Reisen zum Mars für den Menschen hochgefährlich.
Auf der langen Fahrt dorthin und auf der Oberfläche des Planeten sind Astronauten nämlich extremer Strahlung ausgesetzt. Wieviel genau, das hat ein internationales Forscherteam ausgerechnet. Die Daten dafür stammen von Curiosity, dem Roboter, der gerade auf dem Mars unterwegs ist. An Bord hat er ein Gerät, das auch schon die Strahlenbelastung auf der Hinreise akribisch dokumentiert hat.
Bei einem Hin- und Rückflug von jeweils knapp einem Jahr und einem Marsaufenthalt von rund eineinhalb Jahren kommen die Forscher auf eine Summe von mehr als 1.000 Millisievert. Das ist leider mehr als ein Astronaut während seines gesamten Arbeitslebens abbekommen darf. Ein Mensch, der der gerade noch erlaubten Strahlung ausgesetzt war, hat theoretisch ein drei bis vier Prozent höheres Krebsrisiko. Die Forschung wird sich also noch etwas einfallen lassen müssen, um die Astronauten besser zu schützen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)