10. Dezember 2013
Die Überfischung der Meere ist ein Dauerthema in der EU - jetzt hat eine Reform der Fischereipolitik die letzte große Hürde genommen.
Das Europaparlament hat mit großer Mehrheit für eine Änderung der Regeln zur Fischerei gestimmt. Ab 2015 sollen nachhaltige Fangquoten greifen, das heißt, es darf nur noch so viel gefangen werden, wie die Bestände nachwachsen. Bis zum Jahr 2020 sollen auch überfischte Arten wieder soviele Tiere umfassen, dass die Bestände langfristig stabil sind. Zu den Neuerungen gehört auch, dass nur noch ein kleiner Teil des Beifangs ins Meer zurückgeworfen werden darf. Bei Verstößen drohen den Fischern Strafen. Zum Beispiel wird ihnen die EU-Förderung gestrichen.
Vor allem das Zurückwerfen ungewollter Fische galt bisher als großes Problem. Umweltorganisationen bemängeln allerdings, dass sich das Europaparlament nicht auch auf ein Verbot von Grundschleppnetzen einigen konnte, die den Meeresboden quasi umpflügen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)