11. Dezember 2013

US-Einwanderer mit neuem Namen verdienen mehr

Wer sich anpasst, gewinnt.

So lässt sich das Ergebnis einer Studie zusammenfassen, die das Bonner Institut zur Zukunft der Arbeit veröffentlicht hat. Die Autoren haben eine Anpassungstaktik von Einwanderern in die USA untersucht. Viele ersetzen bei der Einbürgerung ihre ausländisch klingenden Vornamen durch beliebte amerikanische Varianten. Für ihre Studie nahmen sich die Forscher Menschen vor, die im Jahr 1930 eingebürgert wurden, insgesamt rund 3.000. Bei den Einwanderern aus Europa entschied sich ein Drittel für einen neuen Namen. Eine gute Wahl - sagen die Wissenschaftler.

Denn laut der Studie verdienten die Personen mit amerikanischen Namen später mehr. Am deutlichsten war der Vorteil bei den häufigen Vornamen William, John und Charles - deren Träger verdienten mindestens 14 Prozent mehr als Menschen mit weniger populären Namen. Die Wissenschaftler folgern: Einwanderer mussten sich oft zwischen ihrer Identität und wirtschaftlichem Erfolg entscheiden.

Zur Studie als pdf geht es hier.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)