11. Dezember 2013

Norweger debattieren über Wahrheitsgehalt von Wikinger-Serie

Muss sich eine historische Fernsehserie an die Fakten halten oder ist künstlerische Freiheit erlaubt?

Diese Frage spaltet norwegische Experten nach der Ausstrahlung der irisch-kanadischen Fernsehserie "Vikings". Mehrere Wissenschaftler kritisierten, die Wikinger und ihre Bräuche und Traditionen würden falsch dargestellt. Ein Philologe der Universität Trondheim bezeichnete das Werk als "anachronistisch". Es werde zum Beispiel ein kirchenähnliches Gebäude gezeigt, obwohl in der Region damals noch gar keine Christen gelebt hätten.

Vom Kulturhistorischen Museum Oslo hieß es dagegen, solange man ehrlich sage, dass man ein Drama und keinen Dokumentarfilm produziere, seien solche Freiheiten erlaubt. Immerhin werde die Wikingerzeit so einem breiten Publikum nähergebracht. Die neunteilige Serie "Vikings" dreht sich um die legendäre Figur des Wikingerhelden Ragnar Lodbrok, der vermutlich im 9. Jahrhundert nach Christus lebte. Die Serie ist eine der bislang teuersten und aufwändigsten filmischen Darstellungen der Wikingerzeit.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)