11. Dezember 2013

Streit über "Mein Kampf": Institut für Zeitgeschichte will kritische Ausgabe wie geplant herausbringen - Bayern dagegen

Er nimmt kein Ende: Der Streit um Hitlers Hetzschrift "Mein Kampf".

Es geht darum, ob es nach 2015 eine kritische, kommentierte Ausgabe geben soll. Die Urheberrechte liegen beim Freistaat Bayern. Der hatte die kommentierte Version eigentlich in Auftrag gegeben. Gestern hat die bayerische Staatsregierung diesen Auftrag aber zurückgezogen und überraschend angekündigt, dass gegen jede Art von Neuauflage juristisch vorgegangen wird.

Das Institut für Zeitgeschichte, das die kommentierte Ausgabe auf den Markt bringen sollte, will das trotzdem weiterhin tun. Eine Sprecherin sagte heute, das Werk sei nach wie vor eine wichtige Quelle für die Erforschung des Nationalsozialismus. Man halte eine kommentierte Fassung deshalb für sinnvoll.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)