12. Dezember 2013
Der Himalaja ist doch nicht schuld - zumindest nicht ganz alleine.
Wissenschaftler aus den USA stellen die langjährige Theorie in Frage, dass Zentralasien erst so trocken geworden ist, als sich die Berge des Himalaja auftürmten. Die Rede ist vom Westen Chinas und den Nachbarländern Tadschikistan, Kirgisien, Afghanistan und Turkmenistan. Hier gibt es hauptsächlich Wüsten, Steppe und Gebirge. Um herauszufinden, ob das schon immer so war, sammelten die Forscher Millionen von Jahren alte Sedimente. Die zeigten aber, dass es in den Gebieten früher deutlich feuchter war als heute - und zwar auch noch nach der Entstehung des Himalaja vor rund 45 Millionen Jahren.
Die Theorie war bisher, dass das Riesengebirge Zentralasien vor feuchter Luft und Wolken aus dem Süden abschirmte. Stattdessen fanden die Forscher zwei Gebirge im Norden entscheidend: Die Altai- und Hangay-Berge ließen wahrscheinlich kaum Regen durch.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)