12. Dezember 2013

Studie zeigt soziale Spaltung bei Wahlverhalten der Deutschen 2013

Sie sind arbeitslos, haben eine geringe Bildung - und politisch kaum Einfluss. Denn: sie gehen nicht wählen.

Dieses Bild des Nichtwählers zeichnet eine Studie der Bertelsmann-Stiftung. Sie hat die Bundestagswahl 2013 analysiert und kommt zu dem Ergebnis: Die 17 Millionen Nichtwähler kommen überdurchschnittlich oft aus prekären Milieus. Offenbar gehen Wählerschichten mit hoher Arbeitslosigkeit und geringer Bildung seltener wählen und haben darum unverhältnismäßig wenig Einfluss auf das Wahlergebnis.

Beispiel Köln: Im Stadtteil Chorweiler gingen nur knapp 43 Prozent der Bewohner wählen, in Hahnwald waren es fast 89 Prozent. Die Arbeitslosigkeit liegt in Chorweiler bei mehr als 19 Prozent. In Hahnwald ist nur ein Prozent der Bewohner arbeitslos. Laut Bertelsmann-Stiftung lässt sich dieser Trend auch in anderen Städten und Landkreisen - egal ob Ost oder West - ablesen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)