12. Dezember 2013

Studie: Indigene Feuerjagd trägt zur Erhaltung der Savannen bei

Lange Zeit galt in Brasilien die Jagd mit Feuer durch indigene Völker als ein Faktor der Waldzerstörung.

Falsch, sagt eine Studie der Indiana University und der brasilianischen Oswaldo Cruz Stiftung. Die Autoren schreiben: Die Feuerjagd schützt die Savannen und lässt eine nachhaltige Erholung der Vegetation zu. Die Wissenschaftler haben für die Studie 37 Jahre Satellitenmaterial ausgewertet und viele Untersuchungen im zentralen Savannengebiet Cerrado durchgeführt. In einem Indianerreservat hätte der natürliche Bewuchs binnen zehn Jahren zugenommen, obwohl dort die Feuerjagd praktiziert wird. Als Grund geben die Forscher an, dass die Indianer sehr kontrolliert und nur mit kleinen, nicht heiß brennenden Feuern jagen. Dabei blieben genügend Fluchtwege für Tiere offen, außerdem würden feuerresistente Pflanzen danach einfach wieder wachsen.

In Gebieten um das Reservat war im gleichen Zeitraum durch intensive Landwirtschaft die natürliche Vegetation stark zurückgedrängt worden

Die Ergebnisse der Studie wurden im Fachmagazin PLOS ONE veröffentlicht.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)