12. Dezember 2013

Südkorea will gegen Echtzeit-Rollenspiele vorgehen - Proteste

In Südkorea verbringen Schüler ihre Freizeit gern in Internetcafés, wo sie dann Rollenspiele spielen.

Jeder 50ste Jugendliche zwischen 10 und 19 Jahren gilt als spielsuchtgefährdet. Die südkoreanische Regierung plant jetzt, die Spieleindustrie zu beschränken. Unter anderem soll nicht mehr soviel Werbung gemacht werden dürfen, außerdem soll die Industrie einen Teil ihres Umsatzes abgeben müssen. Mit dem Geld soll dann ein Programm gegen Spielsucht aufgebaut werden.

Die Spieleindustrie in Südkorea hat im vergangenen Jahr mehr Geld erwirtschaftet als zum Beispiel die Musikindustrie, trotz des Export-Schlagers "Gangnam-Style". Kritiker meinen, Grund des Übels seien nicht die Spiele, sondern das strenge, leistungsorientierte Bildungssystem und die fehlende Freizeitbeschäftigung. Eine OECD-Studie hat ergeben, dass südkoreanische Kinder in der Schule weltweit am unglücklichsten sind.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)