12. Dezember 2013
Jede zehnte Kakao-Bohne, die in Deutschland in Schokolade oder anderen Süßigkeiten landet, stammt aus Nigeria.
Allerdings sind die Produktionsbedingungen dort besonders gut. Das geht aus einem Bericht hervor, den das Südwind-Institut veröffentlicht hat. Das Institut setzt sich für eine gerechte Weltwirtschaft ein. In dem Bericht heißt es, mindestens 100.000 Familien lebten vom Kakao-Anbau - allerdings seien die Preise viel zu niedrig und Kinderarbeit sei nach wie vor ein großes Problem. Das Institut will die Bedingungen mit seinem Bericht öffentlich machen. Noch wüssten viel zu wenige Menschen, wie schlecht die Situation für Kakao-Anbauer in Nigeria sei.
Problem ist vor allem, dass alles von Hand geerntet werden muss, die Preise aber seit vielen Jahren sinken. Außerdem werde die Umwelt durch den Kakao-Anbau geschädigt - viele Bäume würden für die Plantagen abgeholzt. Das Institut fordert, dass Hilfsprogramme besser koordiniert werden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)