12. Dezember 2013
Im Streit um Biosprit ist in der EU kein Ende in Sicht.
Die Energieminister der Mitgliedsstaaten konnten sich bei ihrem Treffen in Brüssel nicht einigen. Es ging um die Frage, ob der Anteil von Biokraftstoffen am verkauften Treibstoff gedeckelt werden soll. Gerade liegt er bei fünf Prozent, ein Kompromissvorschlag sah sieben Prozent vor. Kritiker befürchten, dass durch den Anbau von Biosprit-Pflanzen die Flächen für Nahrungsmittel knapp werden. Statt des klassischen Biosprits aus Raps, Getreide oder Soja will die EU eigentlich alternative Kraftstoffe fördern, zum Beispiel aus Klärschlamm oder Algen.
In der Ministerrunde ging die Kompromisslösung einigen Ländern zu weit, anderen nicht weit genug. Das Resultat ist jedenfalls: Entscheidung vertagt. Vor den Europawahlen im Frühjahr dürfte es wohl nichts mehr werden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)