13. Dezember 2013
Wenn auf der Erde ein Geysir Wasser 50 Meter in die Luft pustet, ist das viel.
Im Vergleich zum Jupiter-Mond Europa ist das aber keine Leistung. Dort haben Forscher der Universität Köln mit US-Kollegen Wasserfontänen entdeckt, die bis zu 200 Kilometer in die Höhe schießen.
Gelungen ist ihnen die Beobachtung mit dem Weltraumteleskop Hubble. Schon länger haben die Wissenschaftler Hinweise darauf, dass sich unter der Eisoberfläche Europas ein Ozean aus flüssigem Wasser befindet.
Die riesigen Wasserfontänen sollen entstehen, wenn der Mond Europa in seiner Umlaufbahn am weitesten von Jupiter entfernt ist. Den Forschern zufolge werden dann durch die Gezeitenkräfte riesige Spalten in Europas Eisoberfläche auseinander gezogen - so dass der Wasserdampf vermutlich entweichen kann.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)