13. Dezember 2013
Für den BASF-Konzern ist es ein Rückschlag, für die EU-Kommission deutliche Kritik.
Der Europäische Gerichtshof hat die Zulassung der Gen-Kartoffel Amflora für nichtig erklärt, wegen Mängeln im Zulassungsverfahren - ihr habt es in den Weltnachrichten gehört.
Hier klären wir, was das Besondere an der Genkartoffel ist: Amflora war für die Industrie gedacht, die damit Papier, Textilien oder Klebstoffe produzieren wollte.
Die Stärke normaler Kartoffeln besteht aus zwei Bestandteilen: Zu 70 bis 80 Prozent ist es Amylopektin, zu 20 bis 30 Prozent Amylose. Die Industrie benötigt aber nur das Amylopektin. Der zweite Stoff muss bisher aufwendig entfernt werden.
Mit der Gen-Kartoffel könnten die Produkte also deutlich leichter hergestellt werden. BASF hatte die jährlichen wirtschaftlichen Vorteile für Landwirte und Industrie auf 100 Millionen Euro geschätzt.
Für den menschlichen Konsum war Amflora nicht gedacht - und sie würde auch nicht schmecken. Wegen ihres hohen Stärkegehalts ist sie extrem mehligkochend.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)