13. Dezember 2013
Die DNA speichert offenbar viel mehr Informationen als bislang gedacht.
Wissenschaftler der Universität Washington sprechen im Fachmagazin "Science" sogar von einem zweiten genetischen Code. Bis vor kurzem dachte man, dass die einzelnen Gen-Sequenzen alle nötigen Informationen speichern, damit die Zellen Proteine herstellen. Die neuen Erkenntnisse zeigen aber: Wie diese Proteine dann genau zusammengebaut werden, das wird auf einer anderen Ebene entschieden.
Für die Wissenschaftler ist diese Erkenntnis sehr wichtig. Wenn man Krankheiten bekämpfen will, dann verändert man bis jetzt die Gen-Sequenzen, die die Bestandteile für die Proteine speichern. Das hat dann aber womöglich negative Auswirkungen auf den zweiten DNA-Code. Denn dabei könnte der Kontrollmechanismus gestört werden, wie die Proteine aufgebaut werden sollen. Die Wissenschaftler vermuten, dass genetische Veränderungen der DNA dann zu anderen Krankheiten und Komplikationen führen können.
Details zur Studie gibt es hier.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)