16. Dezember 2013

Forscher: Nur kleine Fische zurück ins Wasser werfen reicht nicht

Große Fische mitnehmen, die kleinen zurück ins Wasser.

Forscher aus Berlin und Leipzig sagen jetzt: Dieser Leitsatz der Fischerei ist überholt. Ihre Untersuchungen hätten ergeben, dass ausgewachsene Tiere sehr wichtig für den Fischbestand seien, berichten sie im Fachblatt "Fish and Fisheries".

Früher hatte man angenommen, dass die Erträge für Fischer besonders hoch ausfallen, wenn möglichst viele schnell wachsende Jungtiere in der Population sind. Die Forscher rechneten nun in ihre Modelle detailliertere Daten über die Fortpflanzung der Fische ein. Das Ergebnis: Gerade wenn der Bestand durch Umweltzerstörung bedroht ist, spielen ältere Muttertiere mit robusten Eiern eine wichtige Rolle für das Fortbestehen. Außerdem sei es biologisch grundsätzlich vorteilhaft, verschiedene Altersklassen in einem Bestand zu haben. Denn Groß, Klein, Jung und Alt hätten verschiedene Standplätze, Zugrouten und Speisepläne.

Ein Fischbestand nur aus Jungtieren sei damit nicht nur schlecht für die Fortpflanzung, sondern für das ganze Nahrungsnetz und das Ökosystem.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)