16. Dezember 2013
Syrien ist für Journalisten eines der gefährlichsten Länder der Welt. Das gilt für Journalisten aus anderen Ländern, aber auch für syrische Journalisten selbst.
Viele von ihnen berichten deshalb inzwischen aus dem Ausland. Die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, dass es dort zwei Dutzend oppositionelle Radiosender gibt. Zum Beispiel Radio Al-Kul, das von Istanbul aus sendet. Über geschmuggelte Transmitter kann man es in Syrien auch über UKW hören - die meisten anderen Sender gibt es nur über das störanfällige Internet. Bei Radio Al Kul erfahren die Hörer, welche Straßen sie meiden sollten oder wo Bäckereien geöffnet sind. Psychologen geben Eltern Ratschläge für ihre traumatisierten Kinder, daneben gibt es aber auch Comedy und Sport.
Finanziert werden einige dieser Oppositionsmedien von der französisch-syrischen Initiative "Association des Soutiens aux Médias Libres". Laut "Süddeutscher Zeitung" stecken dahinter syrische Geschäftsleute und europäische Nichtregierungsorganisationen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)