16. Dezember 2013

Strafrechtsprofessoren fordern Prüfung der Drogengesetze

Ein großer Teil der deutschen Strafrechtsprofessoren ist mit der Drogenpolitik unzufrieden.

Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet, fordern mehr als 100 von ihnen in einer Resolution, das Betäubungsmittelstrafrecht grundlegend zu überprüfen. Das seien fast 40 Prozent der Lehrstuhlinhaber dieses Fachs. Die derzeitige Gesetzgebung bezeichnen sie als "gescheitert, sozialschädlich und unökonomisch". Wer nicht ohne Drogen leben könne oder wolle, werde in die Illegalität abgedrängt. Außerdem fördere die Prohibition die organisierte Kriminalität.

Trotzdem fordern die Wissenschaftler keine umfassende Legalisierung aller Drogen. Sie wünschen sich eine Enquete-Kommission, die das bestehende Gesetz prüft und bei Bedarf Vorschläge für bessere Regelungen macht. Als Vorbild könnten dabei Erfolge in anderen Ländern dienen, in denen zum Beispiel der Besitz von geringen Mengen toleriert wird.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)