16. Dezember 2013

Kirchen fordern von neuer Regierung Kehrwende in der Rüstungspolitik

Die Kirchen in Deutschland fordern von der neuen Bundesregierung, dass sie ihre Rüstungspolitik ändert und weniger Waffengeschäfte erlaubt.

Die evangelische und die katholische Kirche geben seit 1997 jedes Jahr einen eigenen Rüstungsbericht heraus. Dort werden die Zahlen zu Waffenexporten gesammelt und bewertet. Die deutschen Rüstungsexporte sind dem Bericht zufolge in den vergangenen Jahren gestiegen. Mehr als die Hälfte der Exporte ging in Staaten, die nicht der EU oder der NATO angehören, zum Beispiel Saudi-Arabien, Algerien, Südkorea, Singapur und die Vereinigten Arabischen Emirate.

Die Kirchen sehen vor allem den Waffenhandel mit dem Nahen und dem Mittleren Osten kritisch. Das destabilisiere die Region dort. Deutschland habe sich lange geweigert, Konfliktregionen mit Waffen zu beliefern. Es sehe so aus, als wenn dieser Grundsatz mittlerweile nicht mehr gelte.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)