17. Dezember 2013

Streit um Sand: In Florida wird Material zum Auffüllen der Strände rar

Der feine Sand an Floridas Traumstränden wird zum Streitobjekt.

Die Küsten dort werden zunehmend von Meer und Stürmen zerfressen. Da hilft nur ständiges Aufschütten und Reparieren mit Sand. Laut einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur wird der allerdings langsam knapp. Vor allem in den Bezirken Miami-Dade, Broward und Palm Beach. So dass hinter den Kulissen bereits um das kostbare Gut gekämpft wird.

Der Sand zum Wiederauffüllen wird meist vom Meeresboden in Küstennähe gewonnen. Das sei Experten zufolge aber nicht unendlich möglich. Die betroffenen Bezirke hoffen deshalb darauf, Sand von Stränden im Norden zu bekommen, wo die Vorräte im Meer noch 50 Jahre lang reichen sollen. Der Norden will davon aber nichts wissen. Inzwischen denkt man sogar schon darüber nach, Sand aus Minen im südlichen Florida heran zu karren. Laut dem Leiter einer der Resaurationsprojekte hieße das allerdings, dass während der Touristensaison 20.000 Lastwagen durch South Beach fahren müssten. Der Sand ist dem dpa-Bericht zufolge nicht nur für den Tourismus wichtig. Die Strände seien bei Stürmen auch eine wichtige Pufferzone zwischen dem Meer und Siedlungen in Küstennähe.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)