17. Dezember 2013

UNO-Experte: Afrikas Not wird wegen Syrienkrise vergessen

Das menschliche Leid der Menschen im syrischen Bürgerkrieg rückt die Krisen in anderen Teilen der Welt in den Hintergrund.

Darauf weist der Chef des Berliner Büros des UNO-Welternährungsprogramms, Ralf Südhoff, hin. Der Nachrichtenagentur dpa sagte er, dass Hunger und Dürre in Afrika 2013 in den Medien kaum ein Thema waren. Nur wenige hätten etwas von der dramatischen Lage in der Zentralafrikanischen Republik, im Kongo, in Mali oder auch in Kenia mitbekommen, wo die UNO Millionen Flüchtlingen die Nahrungsrationen habe kürzen müssen. Derzeit sei es kaum möglich, Spender und Medien auf diese Not in Afrika aufmerksam zu machen. Südhoff führte aus, die Hilfsorganisationen stünden 2014 vor großen Herausforderungen. Im Südsudan etwa, wo Kämpfe, Flüchtlingsströme und Fluten den jungen Staat in eine brenzlige Situation brächten. Aber auch in Äthiopien, wo die Lage ganz anders sei, und wo es gelte, die Entwicklungserfolge der letzten Zeit auszubauen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)