18. Dezember 2013

Pinguine bewegen sich wie Autos im Stau

In der Antarktis ist es kalt - bis zu minus 50 Grad Celsius und Winde von bis zu 200 km/h müssen Kaiserpinguine dort aushalten.

Kein Wunder also, dass sie sich oft eng aneinander kuscheln. Sie stehen dabei allerdings nicht still: Der ganze Pulk bewegt sich kontinuierlich weiter. Daniel Zitterbart vom Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven hat diese Bewegungen mithilfe von Videoaufnahmen untersucht. Er und seine Kollegen berichten in einem Fachjournal, dass es Ähnlichkeiten zum Stop-and-go-Verkehr gibt. So wie Autos im Stau auf einer vielspurigen Autobahn bewegen sich auch die Tiere langsam vorwärts. Wenn sich an einer Stelle eine Lücke bildet, weil ein Pinguin einen Schritt nach vorne macht, rücken die übrigen Tiere sofort nach. Das setzt sich wie eine Welle durch die ganze Ansammlung fort. Diese Wellen haben auch eine ordnende Funktion - die Pinguine stehen danach besser in Reih und Glied als vorher.

Wie sich die Pinguine bewegen, ist in diesem Video zu sehen.

Und hier gibt es den Fachartikel im New Journal of Physics.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)