18. Dezember 2013
Zum Schluss werfen wir einen Blick in das Herkunftswörterbuch und schlagen den Buchstaben S wie Schlawiner auf.
Mit Schlawiner meint man heute einen Schlingel, Lausbub oder kleinen Gauner. Seinen Ursprung hat der Ausdruck um 1900 in Österreich, wo man damals die ärmlich gekleideten Hausierer aus Slowenien so nannte. Sie zogen von Haus zu Haus und verkauften ihre Waren. Da sie sehr geschäftstüchtig waren, konkurrierten sie mit den einheimischen Händlern. Aus "Slowene" wurde schließlich der "Schlawiner". Die Bezeichnung galt erst mal als Schimpfwort. Heute wird das Wort eher im Scherz benutzt.
Eine andere Wertung kam später in München dazu. Ein Schlawiner war dort ein Slawe, der aus religiösen oder politischen Gründen seine Heimat verlassen musste.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)