19. Dezember 2013

Radioaktives Uran löst sich leichter als gedacht und gelangt in biologischen Kreislauf

Wenn irgendwo Uran abgebaut wurde, galt es bisher als ungefährlich, wenn dort danach Gras gepflanzt wird.

Denn das radioaktive Uran wird in sumpfigem Gebiet eigentlich zu einem festen Mineral (Uraninit). Forscher waren sich sicher, dass das Uran deshalb nicht in biologische Kreisläufe gelangt. Wissenschaftler aus Frankreich und Deutschland haben jetzt aber entdeckt, dass das Uran nicht zwangsläufig verhärtet, sondern dass es tatsächlich auch in sumpfigem Gebiet in den Wasserkreislauf gelangen kann.

Den Forschern zufolge muss das keine Gefahr für die Gesundheit bedeuten, denn Uran sei trotz seiner Radioaktivität nicht zwangsläufig schädlich für Menschen und Umwelt. Trotzdem meinen sie, dass man aufpassen muss, wenn man überlegt, alte Uran-Bergbaugebiete mit Gras zu bepflanzen.

Die Ergebnisse| haben die Forscher im Fachblatt "Nature" veröffentlicht. Was genau die deutschen Forscher beigetragen haben, steht hier.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)