19. Dezember 2013
Die Ölpest im Golf von Mexiko 2010 ist aus den Schlagzeilen verschwunden, doch für Delfine dort scheint sie immer noch Auswirkungen zu haben.
US-Wissenschaftler haben bei Untersuchungen in der stark verschmutzten Barataria Bay festgestellt, dass die Delfine fünfmal häufiger an schweren Lungenkrankheiten litten, als die Tiere einer Vergleichsguppe in einer Bucht in Florida. Die Wissenschaftler schreiben in einem Fachjournal, dass die Hälfte der untersuchten Delfine ein Jahr nach der Ölkatastrophe in einem schlechten bis besorgniserregenden Zustand war. Der Direktor des Instituts für Meeressäuger in Gulfport, Mississippi, meint aber auch, dass der Zustand der Delfine nicht unbedingt mit dem Ölleck zusammenhängen muss. Es fehlten nämlich Vergleichs-Daten aus der Zeit vor der Katastrophe. Außerdem sei die untersuchte Bucht im Golf von Mexiko generell sehr verschmutzt. Die Delfine sollen bald noch einmal untersucht werden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)