19. Dezember 2013

Hirnschrittmacher könnten Parkinson-Patienten beim Autofahren helfen

Vom Herzschrittmacher hat wohl jeder schon mal gehört.

Es gibt aber auch einen Hirnschrittmacher. Das ist ein Implantat im Kopf, das elektrische Impulse ins Gehirn sendet. Hirnschrittmacher werden zum Beispiel bei Pakinson-Patienten verwendet. Eine neue Studie zeigt, dass das Implantat Pakinsonpatienten im Alltag unterstützen kann, und zwar speziell beim Autofahren. Das schreiben Wissenschaftler vom Universitätsklinikum Eppendorf im Fachmagazin "Neurology".

Sie haben Parkinson-Patienten beim Autofahren getestest: mit eingeschaltetem Hirnschrittmacher und mit ausgeschaltetem Gerät. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass die Probanden mit einem Implantat zwar insgesamt langsamer und vorsichtiger fuhren - sie waren aber ähnlich sicher wie die Kontrollgruppe. Pakinson-Patienten ohne den Hirnschrittmacher fuhren dagegen wesentlich schlechter.

Für die Neurologen ist nach der Studie klar: Hirnschrittmacher können Parkinson-Patienten beim Autofahren helfen. Allerdings sei die Aussicht, länger hinterm Steuer zu sitzen, noch kein Grund, einen Hirnschrittmacher zu implantieren.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)