20. Dezember 2013
Kochsalz ist die Vorzeigesubstanz im Chemieunterricht - weil seine Kristalle so schön regelmäßig und stabil sind.
Dabei kann das gute alte Natriumchlorid auch ganz anders. Eine Gruppe internationaler Forscher fand heraus, dass die Kochsalzkristalle sich unter hohem Druck extrem verändern. Die Natrium- und Chloratome sind dann nicht mehr im Gleichgewicht, sondern es entstehen zum Beispiel Gebilde mit einem Natrium- und drei bis sechs Chloratomen.
Um die Veränderungen zu erzeugen, haben die Wissenschaftler mit einer Hochleistungspresse und einer laserbeheizten Druckzelle den 200.000-fachen Druck der Erdatmosphäre aufgebaut. Nach Meinung der Forscher setzt dieser Druck die gängigen Lehrbuchregeln außer Kraft. Dabei ist der Erdatmosphärendruck mal 200.000 vergleichsweise niedrig - im Erdinneren herrscht ein Druck von 3,6 Millionen Atmosphären.
Die Ergebnisse der Experimente sind jetzt im Wissenschaftsmagazin "Science" erschienen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)