20. Dezember 2013
Es ist ein Rätsel, dem Forscher noch nicht auf die Schliche gekommen sind.
In den USA ist die Kindersterblichkeit bei Schwarzen höher als bei Weißen. Epidemiologen und Wirtschaftswissenschaftler an der Michigan State Universität haben jetzt immerhin für Zahlen gesorgt. Sie haben in einer Studie die rund 20 Jahre von 1983 bis 2004 untersucht und ihr Ergebnis im "American Journal of Public Health" veröffentlicht. Sie nutzten dafür die Daten von 50 Millionen Säuglingen aus dem Geburtenregister der USA. 2004 starben demnach fünf von 100.000 weißen Babys im ersten Lebensjahr, bei den schwarzen waren es zwölf.
Nach Angaben der Forscher sind nicht allein soziale Unterschiede der Grund für dieses Missverhältnis - sie machen nur ein Viertel aus. Selbst wenn Faktoren wie Wohnort, Lebensstandard, Bildungsgrad oder das Alter der Mutter herausgerechnet würden, bliebe eine große Lücke. Die Forscher sind überzeugt, dass es weitere Faktoren gibt. Welche das sind, müsste in weiteren Studien ermittelt werden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)