20. Dezember 2013
Die steigende Zahl von Scheidungen passt den Behörden überhaupt nicht.
Und auch, dass es inzwischen viele außereheliche Kinder gibt, finden sie gar nicht gut. Deswegen haben die Behörden im muslimisch geprägten Norden Nigerias in Westafrika jetzt eine öffentlichkeitswirksame Aktion organisiert. Sie haben in der zweitgrößten Stadt des Landes, in Kano, 1.111 Paare auf einmal verheiratet. Damit wollen die Behörden nach eigenen Angaben Werbung machen für eine stabile Familie. Die Regierung in Kano zahlt für jede Braut ein Brautgeld. Ohne offizielle Erlaubnis dürfen sich die Paare nicht scheiden lassen.
Die Region rund um Kano in Nigeria ist streng muslimisch geprägt. In den vergangenen Monaten wurden viele Menschen festgenommen, weil ihnen Prostitution vorgeworfen wurde oder weil sie den Behörden zufolge zu freizügig bekleidet waren.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)