20. Dezember 2013

Arbeiten mit Computermaus verändert Lernvorgänge im Gehirn

Eine Computermaus zu benutzen, ist scheinbar eine recht einfache Übung.

Das Gehirn muss sich dabei aber ziemlich anstrengen. Die Bewegung des Mauszeigers am Bildschirm ist nämlich größer als die Bewegung der Hand. Das muss das Hirn erst mal kapieren - und das verändert dauerhaft die Bewegungsverarbeitung, weil die Informationen in den Neuronen gespeichert werden. Das haben US-amerikanische und chinesische Forscher in Experimenten mit chinesischen Wanderarbeitern herausgefunden.

Einige von ihnen arbeiteten schon regelmäßig mit dem Computer, andere noch gar nicht. Die Probanden mussten mit verdeckter Hand den Cursor in eine bestimmte Richtung bewegen. Das lernten alle schnell. Diejenigen, die das schon gewohnt waren, konnten es aber schneller auch in andere Richtungen umsetzen - sie konnten also besser Verallgemeinern. Dafür reicht übrigens schon ein bisschen Übung aus. Nach zwei Wochen täglichem Computerspielen waren die Neulinge genauso schnell.

Die Studie ist im Fachmagazin "Current Biology" erschienen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)