20. Dezember 2013
Der zunehmende Rassismus gegen Sinti und Roma in Europa findet immer mehr Zustimmung in der Mitte der Gesellschaft.
Das sagte Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrats der Sinti und Roma, in der Gedenkstätte Sachsenhausen bei Oranienburg. Anlass war die Gedenkfeier zum 71. Jahrestag des sogenannten Auschwitz-Erlasses. Mit dem Erlass begann 1942 die Deportation von 23.000 Sinti und Roma aus ganz Europa in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau.
Rose warnte, rassistische Angriffe zielten nicht nur auf Minderheiten, sondern vielmehr auf die Demokratie. Er verwies auch auf die Debatte über mögliche Armutszuwanderung. Dabei werde von Medien und Politik eine Stimmung geschürt, die Sinti und Roma erneut ausgrenze und pauschal diffamiere.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)